julia

1968 – Ostwestfalen – Physik – Hannover – Journalistik – freiberufliche Journalistin – Tochter (2008) – Öffentlichkeitsarbeit an der Uni.

2019 die Zäsur: Extinction Rebellion und der Fridays-Aufbruch. Zum ersten Mal die Option, realitätsgemäß zu handeln und die Wucht dieser Realität zumindest manchmal zuzulassen. Die Realität, dass wir genau jetzt allein durchs So-Weitermachen die Lebensgrundlagen der meisten Menschen dieser Erde, wenn nicht der Menschheit, für alle Zeiten zerstören, und dass wir – je jünger desto länger – ein Leben voller Katastrophen und Leid vor uns haben. Ich hab meinen Job gekündigt, aber mit Corona ist aus 2020 nicht das Jahr der Rebellion, sondern das der Pandemie geworden.

Was jetzt? Das gute Leben für alle ist Richtschnur für Klimagerechtigkeit, und wenn ich bei mir selbst anfange, heißt das: ein drastisch konsumreduziertes Leben, mehr Verbindung mit Menschen und mit dem, was zählt: Boden, Regen, Bäume – mit unseren Lebensgrundlagen. Und Gerechtigkeit, Fight every Crisis: Rassismus, Ausgrenzung, Neo-Kolonialismus, Lobbyismus sind nur einige dieser Krisen, die Ursachen und Folgen der ökologischen Katastrophe sind. Mir ist wichtig, die Punkte zu verbinden, sichtbar zu machen, politisch zu denken und zu handeln und eigene Haltungen und Entscheidungen daran auszurichten.

Gemeinsam fürs Überleben und für Gerechtigkeit aufstehen, gemeinsam Lebensgrundlagen erhalten und regenerieren – und sie feiern natürlich! –
und auf dem ganz sicher nicht einfachen Weg den sicher nicht immer einfachen Prozess des „Gemeinschaftwerdens“ aushalten,
das wünsche ich mir mit euch.

WARNUNG: Ich bin für dieses Experiment eigentlich nicht geeignet; ich kann bislang nichts bauen, nicht handwerken, weder ordentlich Feuer machen noch regenerative Energieversorgung planen, kein Gemüse anbauen. Ich hoffe, dass es trotzdem Menschen gibt, die es mit mir wagen.